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Philipp Moll – Dürer

In unseren gemeinsamen Zeit an der Akademie bastelte, vor allem bichte Philipp hunderte Streichholzschachteln, u. a. eine Dürerstreichholzschachtel. 2002 war ich schwer am Siebdrucken und überredete alle Künstler und Kollegen mit mir zu drucken. Mit Philipp Moll entstanden insgesamt 6 Seriegrafien in einer kleinen Auflage von 20 Exemplaren. Eine Seriegrafie, passend zum Dürerjahr, ist die Moll’sche Dürerschachtel als Druck.

Wir hatten viel Spaß beim drucken. Wir druckten in Rainer Michely’s Werkstatt, damals noch im Z-Bau und mit Lösemittelfarbe. Beim Drucken entwickelteten wir stets einen große Bierdurst, was dem Ergebnis oft erst den richtigen Twist gab. Beim Dürerdruck kam uns das Hauptmotiv ein wenig langweilig vor, die Farbe war prima, aber irgendwas fehlte. Ich erinnerte mich, dass der Warhol Andy seinerzeit gerne eine bisschen Diamantenstaub verdruckte. Diamanten hatte wir keine, aber Staub! Philipps Aufgabe bestand nun darin, über das frisch eingelegte Blatt den Werkstattstaubsaugerbeutel ein bisschen zu schütteln und ich druckte dann auf den veredelten Bogen – jeder Druck ein Unikat! Und so viel besser.

Dürer von Philipp Moll, 2002, Seriegrafie, 70 x 50 cm, Auflage 20, vom Künstler signiert, 180 €

bei Interesse: habenwollen@edition-blumen.de

In der Kaiserburg Lauf kann man sich noch bis 3. Oktober 2021 die Ausstellung „150 Jahre Moll und Moll“ ansehen.

Von Philipp Molls Katalog „MUESSEN“ habe ich auch noch ein paar Exemplare, kann man habenwollen@edition-blumen.de.

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